Politische Bildung ist das Fundament der Demokratie

Politische Bildung ist das Fundament der Demokratie

TikTok – nicht mehr nur Clips & Co?

Wie politisch ist TikTok wirklich?

Flackernde bunte Videos, laute Musik und neuste Tänze. TikTok, eine App, die in den letzen 2 Jahren immer beliebter wurde. Doch was verbirgt diese bunte Fassade? Die von der chinesischen Firma ByteDance gegründete mobile App ist der Nachfolger der Karaokeplattform musical.ly. Die Nutzer dieser App sind meist noch sehr jung, ihr Alter liegt zwischen 12 und 25 Jahren (natürlich gibt es auch
Ausnahmen). Sie können im Zeitraum von 60 Sekunden einen Videoclip aufnehmen, in dem sie tanzen, über ihren Alltag berichten oder ihr Haustier bei einer witzigen Sache filmen. Danach schneiden sie das Video und es kann eine passende Audiospur erstellt bzw. ausgewählten werden. Meist wird Karaoke- bzw. Playback – Singen, Tanzen oder Schauspielern hinzugefügt. Die TikToker:innen können dann diesen fertigen Clip hochladen und mit allen anderen Nutzern dieser App teilen. Man braucht nicht viele Abonnent:innen, damit das eigene Video „viral geht“ (sich schnell verbreitet), so dass es Menschen auf der ganzen Welt sehen. Es kann also auch passieren, dass jemand aus Deutschland ein Video teilt und es sich ein Amerikaner auf der anderen Seite des Ozeans anguckt. Eine ziemlich verrückte Vorstellung, doch so wurde auch die erst sechszehnjährige Amerikanerin Charli D’Amelio, die beliebteste TikTokerin der Welt bekannt. Sie hat durch ihre Tänze und lustigen Videoclips über 101 Millionen Follower. Das sind mehr Menschen, als in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen leben. Doch der makellose Schein kann häufig auch täuschen. Es wirkt alles immer lustig und spaßig. Der
Nutzer öffnet die App und sobald er das erste Video anguckt, erscheint die Welt bunt, witzig und laut. Die Menschen schweben in einer Art Blase, die zu zerplatzen droht, sobald das Handy aus der Hand gelegt wird. Um diese Blase nicht zu beschädigen wird ein Clip nach dem nächsten angeguckt und der Wahn der bunten Bilder verschlingt die Zeit. Doch die Fassade verbirgt viel mehr. Ernst, Wichtigkeit und neuste Themen. Gibt es Politik in den grenzenlosen Weiten von TikTok? Allerdings! Die Influencer („Beeinflusser“) nutzen ihren großen Einfluss auf viele Nutzer, um auf politische Themen aufmerksam zu machen. Sie teilen ihre Meinungen und tauschen sich über neuste Nachrichten aus. Da viele Nutzer noch sehr jung sind, suchen sie sich ihre Vorbilder in den Influencern und nicht in beispielsweise Politikern selber. Da die TikToker im direkten Kontakt zu ihren Zuhörern stehen und sich so ausdrücken, damit es auch schon jüngere Kinder verstehen, fühlen sich die Nutzer mit ihnen auf einer Ebene und sehen sich wie eine Art Gesprächspartner, während die Politiker im z.B Abendfernsehen eine höhere Position haben und sich ihre erwachsene und schwierig zu verstehende Ausdrucksweise automatisch von den wesentlich jüngeren Menschen bei TikTok unterscheidet. Die Influencer versuchen die Politik für die jungen Kids greifbar zu machen und ihnen zu erklären, dass politisches Engagement sehr wichtig ist. Ein perfektes Beispiel dafür ist die schon einmal oben genannte Charli D’Amelio. Sie hat mit ihren 101 Millionen Follower eine gute Chance mit ihrer Popularität viele Menschen zu erreichen. Am 30. Mai 2020 hat sie ein Video veröffentlicht in dem sie
ganz ernst und ohne zu lachen in die Kamera spricht. Sie erzählt über den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners Georg Floyd. Sie ist sich über ihren Einfluss sehr bewusst und sagt: „Als Influencerin habe ich die Aufgabe, Menschen über rassistische Ungerechtigkeiten in der Welt zu informieren.“ Georg Floyd starb im vergangenen Mai, als ein weißer Polizist ihm Minuten lang das Knie in den Nacken drückte. Seine letzen Worte waren: „Don’t kill me“ (auf Deutsch „Töte mich nicht“). Charli berichtet mitnehmend über dieses äußerst bedeutsame Thema. Sie macht auf die „Black Lives Matter- Bewegung“ aufmerksam und erklärt ihren Standpunkt. Dieses Video zeigt, dass TikTok nicht nur Clips&Co ist, dass es nicht nur Spaß und Freude
in den Clips zu sehen gibt und dass politische Themen nicht vernachlässigt bzw. vergessen werden. Doch Charli ist längst nicht die Einzige, die auf TikTok über ernste Themen informiert. Mehr und mehr junge Menschen teilen ihre Meinungen und Ansichten und machen auf aktuelle Themen aufmerksam. Beispiele dafür wären: die Auswirkungen des Klimawandels, Black Lives Matter, die Präsidentschaftswahlen in Amerika und ganz aktuell ihre Erfahrungen bezüglich Covid-19. Es gibt Themen, die mit Ernst und Bedächtigkeit angesprochen werden, andere wiederum mit Humor genommen oder die in eine lustige Verpackung gehüllt werden, so dass die Nutzer der Plattform darauf aufmerksam werden und sich daran erinnern können. Andere Themen wiederum schweissen die Nutzer zusammen, in dem sie ihre Ängste oder Probleme teilen. Besonders auffällig war das politische Engagement der TikToker bei den Präsidentschaftswahlen in den
USA.

Obwohl viele der Nutzer zu jung waren, um wählen zu dürfen, teilten sie ihre Ansichten über die Kandidaten. Es gab viele verschiedene Clips, in denen die Jugendlichen sich ausgetauscht haben. In Einigen haben sie ihre Sorgen geteilt, Andere waren lustig und in wieder Anderen wurden Gefühle mit Tanz ausgedrückt. Es gab sogar Live-Streams über die Wahlen, die die Benutzer verfolgen konnten. Doch all das wäre beinahe für alle Amerikaner nicht möglich gewesen, da der jetzt Ex-Präsident im vergangenen Jahr für alle Amerikaner die Nutzung der Videoplattform verbieten wollte. Seine Begründung: Er befürchtete, dass die chinesische Gründerfirma die Nutzerdaten für ihre Zwecke ausspioniert und Daten missbraucht. Trump ist es letzt endlich nicht gelungen dieses Verbot durchzusetzen. So dürfen Amerikaner auch weiterhin TikTok benutzen. Doch wieso ist ausgerechnet „TikTok“ die App in der politische Themen besprochen werden? Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München haben den Umgang mit Politik auf TikTok untersucht. Sie haben herausgefunden, dass während bei Instagram die meisten Nutzer die Beiträge bekannter Influencer:Innen nur liken oder kommentieren, die Menschen auf TikTok selbst Videos produzieren. So ist die Chance, viele Menschen zu erreichen, auf TikTok viel höher. Diese besondere Eigenschaft, stellt aber auch ein großes Problem dar. So schnell sich wichtige und politische Themen verbreiten, verbreiten sich auch FAKENews und Verschwörungstheorien. Das liegt daran, dass bei TikTok jeder, egal wer,
ein Video hochladen kann und damit irgendein Gerücht in die Welt setzen kann. Egal ob es stimmt oder nicht…
Die Informationen, die beispielsweise ein Influencer seinen Followern über ein politisches Thema gibt, werden nicht auf den Wahrheitsgehalt kontrolliert. Einige Follower sind nicht gut genug informiert, um zu wissen, ob Aussagen richtig oder falsch sind und so verbreiten sich diese Fake-News rasend schnell. Als Nutzer dieser Platform sollte man deshalb nicht blind auf die Richtigkeit der Aussagen vertrauen, denn nur wenn politische Informationen wie die im Fernsehen oder Radio von dem
„Öffentlich Rechtlichem Rundfunk“ ( ÖRR hat einen gesetzlichen Programmauftrag. Seine Nachrichten müssen umfassend und ausgewogen sein, d.h. es muss offen und unabhängig berichtet werden.) überprüft wurden, kann man sich als Zuhörer sicher sein, dass sie korrekt und richtig sind. In Deutschland ist vor allem der Account @bundestagmemes bekannt. Ihm folgen mehr als 75 000 Menschen. Es werden dort kleine Abschnitte aus Reden und Bundestagssitzungen von Politikerinnen und Politikern gezeigt. Diese informieren die Abonnenten mit einem Video, direkt aufgenommenen im Bundestag. Es ist den Parteien, dabei allerdings verboten zu ihren Gunsten Wahlwerbung zu betreiben. Anhand dieser Tatsachen kann man erkennen wie politisch TikTok in den letzen
Jahren geworden ist und es auch gut möglich ist, dass die politischen Inhalte auf TikTok in diesem Jahr noch mehr werden. Denn auch in Deutschland wird bald eine neue Regierung gewählt. Doch kann schlussendlich eine Radioreportage oder Fernsehnachrichten, die über neuste Themen berichten durch die politischen Clips auf TikTok ersetzt werden? Ein guter Ratschlag für alle Nutzer wäre auf jeden Fall, sich außerhalb der Medienplattform ebenfalls mit Politik auseinander zu setzen. TikTok bietet hinter der vorurteilshaften lauten Fassade, viele Möglichkeiten wie man sich mit bedeutsamen Themen beschäftigen kann. Influencer schaffen es auf viele verschiedene Arten und Weisen, mit ihrer Popularität viele junge aber auch ältere User zu erreichen und sie ins Nachdenken zu versetzen. Also ja! Die Karaoke-App wird immer politischer!

Als Nutzer dieser App sollte man sich dennoch unbedingt
mit anderen politischen Quellen befassen, zum Beispiel Sendern des „Öffentlich Rechtlichen Rundfunks“. TikTok muss nicht immer „Alles oder Nichts“ , „Entweder – Oder“ sein, man kann die App als Chance sehen, sich selbst mit Politik zu befassen, mit Anderen in Kontakt zu treten und sich mit ihnen auszutauschen oder seinen Einfluss zu nutzen und politische Stellung zu beziehen. Denn besonders die jungen Menschen können noch viel in ihrer zukünftigen Welt, außerhalb von Clips&Co bewirken.

Flackernde bunte Videos, laute Musik und neuste Tänze. TikTok, eine App, die in den letzten 2 Jahren immer beliebter wurde. Doch was verbirgt diese bunte Fassade? Die von der chinesischen Firma ByteDance gegründete mobile App ist der Nachfolger der Karaokeplattform musical.ly. Die Nutzer dieser App sind meist noch sehr jung, ihr Alter liegt zwischen 12 und 25 Jahren (natürlich gibt es auch Ausnahmen). Sie können im Zeitraum von 60 Sekunden einen Videoclip aufnehmen, in dem sie tanzen, über ihren Alltag berichten oder ihr Haustier bei einer witzigen Sache filmen. Danach schneiden sie das Video und es kann eine passende
Audiospur erstellt bzw. ausgewählten werden. Meist wird Karaoke- bzw. Playback -Singen, Tanzen oder Schauspielern hinzugefügt. Die TikToker:innen können dann diesen fertigen Clip hochladen und mit allen anderen Nutzern dieser App teilen. Man braucht nicht viele Abonnent:innen, damit das eigene Video „viral geht“ (sich schnell verbreitet), so dass es Menschen auf der ganzen Welt sehen. Es kann also
auch passieren, dass jemand aus Deutschland ein Video teilt und es sich ein
Amerikaner auf der anderen Seite des Ozeans anguckt. Eine ziemlich verrückte Vorstellung, doch so wurde auch die erst sechszehnjährige Amerikanerin Charli D’Amelio, die beliebteste TikTokerin der Welt bekannt. Sie hat durch ihre Tänze und lustigen Videoclips über 101 Millionen Follower. Das sind mehr Menschen, als in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen leben. Doch der makellose Schein kann häufig auch täuschen. Es wirkt alles immer lustig und spaßig. Der Nutzer öffnet die App und sobald er das erste Video anguckt, erscheint die Welt bunt, witzig und laut. Die Menschen schweben in einer Art Blase, die zu zerplatzen droht, sobald das Handy aus der Hand gelegt wird. Um diese Blase nicht zu beschädigen wird ein Clip nach dem nächsten angeguckt und der Wahn der bunten Bilder verschlingt die Zeit. Doch die Fassade verbirgt viel mehr. Ernst, Wichtigkeit und neuste Themen. Gibt es Politik in den grenzenlosen Weiten von TikTok? Allerdings! Die Influencer („Beeinflusser“) nutzen ihren großen Einfluss auf viele Nutzer, um auf politische Themen aufmerksam zu machen. Sie teilen ihre Meinungen und tauschen sich über neuste Nachrichten aus. Da viele Nutzer noch sehr jung sind, suchen sie sich ihre Vorbilder in den Influencern und nicht in beispielsweise Politikern selber. Da die TikToker im direkten Kontakt zu ihren Zuhörern stehen und sich so ausdrücken, damit es auch schon jüngere Kinder verstehen, fühlen sich die Nutzer mit ihnen auf einer Ebene und sehen sich wie eine Art Gesprächspartner, während die Politiker im z.B Abendfernsehen eine höhere Position haben und sich ihre erwachsene und schwierig zu verstehende Ausdrucksweise automatisch von den wesentlich jüngeren Menschen bei TikTok unterscheidet. Die Influencer versuchen die Politik für die jungen Kids greifbar zu machen und ihnen zu erklären, dass politisches Engagement sehr wichtig ist. Ein perfektes Beispiel dafür ist die schon einmal oben genannte Charli D’Amelio. Sie hat mit ihren 101 Millionen Follower eine gute Chance mit ihrer Popularität viele Menschen zu erreichen. Am 30. Mai 2020 hat sie ein Video veröffentlicht in dem sie
ganz ernst und ohne zu lachen in die Kamera spricht. Sie erzählt über den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners Georg Floyd. Sie ist sich über ihren Einfluss sehr bewusst und sagt: „Als Influencerin habe ich die Aufgabe,
Menschen über rassistische Ungerechtigkeiten in der Welt zu informieren.“ Georg Floyd starb im vergangenen Mai, als ein weißer Polizist ihm Minuten lang das Knie in den Nacken drückte. Seine letzen Worte waren: „Don’t kill me“ (auf Deutsch „Töte mich nicht“). Charli berichtet mitnehmend über dieses äußerst bedeutsame Thema. Sie macht auf die „Black Lives Matter- Bewegung“ aufmerksam und erklärt ihren Standpunkt. Dieses Video zeigt, dass TikTok nicht nur Clips&Co ist, dass es nicht nur Spaß und Freude
in den Clips zu sehen gibt und dass politische Themen nicht vernachlässigt bzw. vergessen werden. Doch Charli ist längst nicht die Einzige, die auf TikTok über ernste Themen informiert. Mehr und mehr junge Menschen teilen ihre Meinungen und Ansichten und machen auf aktuelle Themen aufmerksam. Beispiele dafür wären: die Auswirkungen des Klimawandels, Black Lives Matter, die Präsidentschaftswahlen in Amerika und ganz aktuell ihre Erfahrungen bezüglich Covid-19. Es gibt Themen, die mit Ernst und Bedächtigkeit angesprochen werden, andere wiederum mit Humor genommen oder die in eine lustige Verpackung gehüllt werden, so dass die Nutzer der Plattform darauf aufmerksam werden und sich daran erinnern können. Andere Themen wiederum schweissen die Nutzer zusammen, in dem sie ihre Ängste oder Probleme teilen. Besonders auffällig war das politische Engagement der TikToker bei den Präsidentschaftswahlen in den
USA. Obwohl viele der Nutzer zu jung waren, um wählen zu dürfen, teilten sie ihre Ansichten über die Kandidaten. Es gab viele verschiedene Clips, in denen die Jugendlichen sich ausgetauscht haben. In Einigen haben sie ihre Sorgen geteilt, Andere waren lustig und in wieder Anderen wurden Gefühle mit Tanz ausgedrückt. Es gab sogar Live-Streams über die Wahlen, die die Benutzer verfolgen konnten. Doch all das wäre beinahe für alle Amerikaner nicht möglich gewesen, da der jetzt Ex-Präsident im vergangenen Jahr für alle Amerikaner die Nutzung der Videoplattform verbieten wollte. Seine Begründung: Er befürchtete, dass die chinesische Gründerfirma die Nutzerdaten für ihre Zwecke ausspioniert und Daten missbraucht. Trump ist es letzt endlich nicht gelungen dieses Verbot durchzusetzen. So dürfen Amerikaner auch weiterhin TikTok benutzen. Doch wieso ist ausgerechnet „TikTok“ die App in der politische Themen besprochen werden?
Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München haben den Umgang mit Politik auf TikTok untersucht. Sie haben herausgefunden, dass während bei Instagram die meisten Nutzer die Beiträge bekannter Influencer:Innen nur liken oder kommentieren, die Menschen auf TikTok selbst Videos produzieren. So ist die Chance, viele Menschen zu erreichen, auf TikTok viel höher. Diese besondere Eigenschaft, stellt aber auch ein großes Problem dar. So schnell sich wichtige und politische Themen verbreiten, verbreiten sich auch FAKENews und Verschwörungstheorien. Das liegt daran, dass bei TikTok jeder, egal wer,
ein Video hochladen kann und damit irgendein Gerücht in die Welt setzen kann. Egal ob es stimmt oder nicht…

Die Informationen, die beispielsweise ein Influencer seinen Followern über ein politisches Thema gibt, werden nicht auf den Wahrheitsgehalt kontrolliert. Einige Follower sind nicht gut genug informiert, um zu wissen, ob Aussagen richtig oder falsch sind und so verbreiten sich diese Fake-News rasend schnell. Als Nutzer dieser Platform sollte man deshalb nicht blind auf die Richtigkeit der Aussagen vertrauen, denn nur wenn politische Informationen wie die im Fernsehen oder Radio von dem „Öffentlich Rechtlichem Rundfunk“ ( ÖRR hat einen gesetzlichen Programmauftrag. Seine Nachrichten müssen umfassend und ausgewogen sein, d.h. es muss offen und unabhängig berichtet werden.) überprüft wurden, kann man sich als Zuhörer sicher sein, dass sie korrekt und richtig sind. In Deutschland ist vor allem der Account @bundestagmemes bekannt. Ihm folgen mehr als 75 000 Menschen. Es werden dort kleine Abschnitte aus Reden und Bundestagssitzungen von Politikerinnen und Politikern gezeigt. Diese informieren die Abonnenten mit einem Video, direkt aufgenommenen im Bundestag. Es ist den Parteien, dabei allerdings verboten zu ihren Gunsten Wahlwerbung zu betreiben. Anhand dieser Tatsachen kann man erkennen wie politisch TikTok in den letzen Jahren geworden ist und es auch gut möglich ist, dass die politischen Inhalte auf TikTok in diesem Jahr noch mehr werden. Denn auch in Deutschland wird bald eine neue Regierung gewählt. Doch kann schlussendlich eine Radioreportage oder Fernsehnachrichten, die über neuste Themen berichten durch die politischen Clips auf TikTok ersetzt werden?


Ein guter Ratschlag für alle Nutzer wäre auf jeden Fall, sich außerhalb der
Medienplattform ebenfalls mit Politik auseinander zu setzen. TikTok bietet hinter der vorurteilshaften lauten Fassade, viele Möglichkeiten wie man sich mit bedeutsamen Themen beschäftigen kann. Influencer schaffen es auf viele verschiedene Arten und Weisen, mit ihrer Popularität viele junge aber auch ältere User zu erreichen und sie ins Nachdenken zu versetzen. Also ja! Die Karaoke-App wird immer politischer! Als Nutzer dieser App sollte man sich dennoch unbedingt mit anderen politischen Quellen befassen, zum Beispiel Sendern des „Öffentlich Rechtlichen Rundfunks“. TikTok muss nicht immer „Alles oder Nichts“ , „Entweder – Oder“ sein, man kann die App als Chance sehen, sich selbst mit Politik zu befassen, mit Anderen in Kontakt zu treten und sich mit ihnen auszutauschen oder seinen Einfluss zu nutzen und politische Stellung zu beziehen. Denn besonders die jungen Menschen können noch viel in ihrer zukünftigen Welt, außerhalb von Clips&Co bewirken.

Emilia Bake