Politische Bildung ist das Fundament der Demokratie

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Die Münchener Sicherheitskonferenz und das UN-Projekt COVAX

Am 19. Februar fand in diesem Jahr eine besondere Ausgabe der MSC statt. Bei dieser Sicherheitskonferenz treffen sich eigentlich jedes Jahr in München die wichtigsten Menschen in Politik und dem Sicherheit/Verteidigungsbereich zum Austausch. Durch Corona fand es digital statt. Dafür kamen sehr hochrangige Gäste, wie zum ersten Mal der US-Präsident. Es wurde viel über Corona geredet und über Impfstoffe dabei wurde die Initiative COVAX hervorgehoben.

COVAX ist eine Initiative der WHO, die allen Ländern auf der Welt die Möglichkeit geben will, Impfstoff zu bekommen und das unabhängig von ihrer Kaufkraft. Instrument von Covax ist der sogenannte „Act-Accelerator“. Er besteht aus drei Säulen: Die Entwicklung und Herstellung von Impfstoffen mithilfe der  Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (Koalition für Innovationen zur Vorsorge gegen Epidemien, CEPI) und die Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierungen (GAVI). Die zweite Säule betrifft die Behandlung von Erkrankten, dazu dient der „COVID-19 Therapeutics Accelerator, ein Gemeinschaftsprojekt von  Bill & Melinda Gates Foundation und des Wellcome Trust, mit UNITAID. Das dritte Standbein umfasst die Testung. Der Aufgabe der ausreichende Test und der Durchführung haben sich die Foundation for Innovative New Diagnostics und der Global Fund angenommen.

Ziel ist, dass bis Ende 2021 zwei Milliarden Impfdosen bereitstehen. Ärmste Länder sollen mindestens 1,8 Milliarden erhalten, von denen 1,3 Milliarden kostenfrei sind. Die größten Spender sind bisher die EU (eine Milliarde), Deutschland (1,8 Milliarden), China (5 Millionen + Impfstoffe) und die USA (zwei Milliarden). Einige Staaten, die mehr Impfstoff bestellt haben, als sie brauchen, versichern, die übrig gebliebenen Dosen COVAX später zur Verfügung zu stellen.

Es nehmen 190 von rund 200 Staaten weltweit an COVAX teil, davon sind 98 wohlhabend. 

Am 24.02.2021 hat das erste Land Impfstoff durch das Projekt bekommen: Ghana hat 600.000 Dosen des AstraZeneca Impfstoffes bekommen. 

Die Wichtigkeit dieses Projekts machen diese Worte der WHO sehr deutlich: „The global pandemic has already caused the loss of hundreds of thousands of lives and disrupted the lives of billions more. As well as reducing the tragic loss of life and helping to get the pandemic under control, introduction of a vaccine will prevent the loss of US$ 375 billion to the global economy every month. Global equitable access to a vaccine, particularly protecting health care workers and those most-at-risk is the only way to mitigate the public health and economic impact of the pandemic.“

Es gilt zu hoffen, dass in naher Zukunft allen wohlhabenden Staaten klar wird, welch humanitäre Verantwortung sie tragen und das eine globale Pandemie auch weltweit bekämpft werden muss. Die Spendenbereitschaft einiger der größten Industrienationen lässt aber Positives hoffen.

Neben diesem Part war besonders die Rede des US-Präsidenten zu beachten. Er bot unter dem Slogan „America is back“ eine Rückkehr der USA auf die internationale Bühne an. Er bezeugte auch seine Überzeugung zum transatlantischen Bündnis. Nach dieser mit viel Überzeugung vorgetragenen Rede kamen die Reden der deutschen Regierungschefin und vom französischen Präsidenten. Angela Merkel trug mehr eine To-do-Liste der Krisenherde vor und Emmanuel Macron verfiel in ein Ideal von einer selbständigen europäischen Verteidigung. Der Experte bei Phoenix bemerkte dazu nur, er würde Europa lieber mit der Spielzeugpistole seiner Tochter verteidigen, als ohne Sicherheitsgarantie von den Vereinigten Staaten. 

Es zeigt sich, dass die westliche Hemisphäre noch viel untereinander zu klären hat, um ihre Ziele in der Welt zu erreichen.

Stine Bartram, Simon Fetscher